29. April 2019

Für alles ein Pflaster

Früher gab es Trostpflaster in Form eines Goggifrosches oder einem 10erMocken. Heute tragen die Pflaster fast jeden Trost in sich. 

Pflaster für heisse und kalte Muskeln oder für die Sehnenpflege. Pflaster mit Wachs gegen Damenbart, Pflaster gegen oder für den Kinderwunsch. Pflaster für den Östrogenschub, Pflaster gegen Blasen, Hühneraugen, Pflastersocken gegen Hornhaut. Pflaster gegen Nikotinsucht, Pflaster gegen Narben und Sportverletzungen – getapt an einer Goalie-Hand zum Beispiel. 

Was wären wir ohne Pflaster!

Pflaster gegen Bronchitis, Pflaster mit Medikamentenabgabe gegen Kopfschmerzen, Husten oder Verstauchungen. Pflaster gegen Schnarchen für Frieden im Bett. Pflaster für weisse Zähne, Pflaster für Fake-Tattoos oder für Push-Up Brüste in rückenfrei, gefüllt mit Silikon. Pflaster für den Pferdefuss.

Pflaster für den Hockeystock, die Vliesverkleidung des DJ-Pultes oder das kurzlebige Flicken des gebrochenen Fusses vom Sonnenschirm - das hiesse dann Gaffa-Tape. Pflaster im Haushalt, am Körper, Pflaster in Handwerk, Büro und Bastelei. Was wären wir ohne Pflaster, herrjeh! 

Pflaster in allen Farben aus der Physiotherapie zieren Hiphop-Oberschenkel, Tennis- und Golferarme, Pflaster mit Silberionen, Pflaster am Streifen, Pflaster mit Essenzen für die Augenfeuchtigkeit nach einer langen Nacht, 

Pflaster an der Autoscheibe vorne. Das hiesse dann Vignette, die sich jeden Januar so schlecht ablösen lässt. Nervenreibereien und mehre kaputte Schaber sind die Folge davon. Wir reden von Pflaster als Doppelkleber und Preisschilder, die sich nur mit Nagelschäden oder Nagellackentferner entfernen lassen. Die heissen im Fall dann nicht mal Vignette oder Gaffa, so hartnäckig die sind. 

Praktisch so ein Pflaster!