23. Dezember 2019

Defibrillator für Kita

Im täglichen Umgang mit Kleinkindern lauern viele Gefahren. Zuhause, in der Kita, im Kindergarten oder einfach beim täglichen spielen ist rasch etwas passiert. Viele Zwischenfälle können auch entsprechend schnell und mit kleinen Helferchen gepflegt werden. Kurzum ist ein Pflaster zur Hand.

 

Was aber wenn eine bedrohliche Situation eintrifft. Wie reagieren? Wo anrufen? Wie Erste Hilfe leisten?

Kindernotfälle - Jede Sekunde zählt

Fehlt in einer solchen Situation das nötige Wissen, fehlt auch das Selbstvertrauen entsprechend zu handeln. Ängste etwas falsch zu machen und sonstige Unsicherheiten hemmen das, in dieser Notsituation, nötige Engagement. 


Eine Reanimation beim Kind umfasst wie beim Erwachsenen Herzdruckmassage und Atemspende. Rechtzeitig durchgeführt kann sie bei einem Atem- und Kreislaufstillstand das Leben des Kindes retten!

 

Ein Kreislaufstillstand ist bei Kindern zum Glück seltener als bei Erwachsenen, aber seine Ursachen sind vielfältiger. Ungefähr 50% der pädiatrischen Herzstillstände treten bei Kindern unter einem Jahr auf. Die meisten davon werden durch plötzlichen Säuglingstod und Atemwegserkrankungen verursacht. Nach den ersten 6 Monaten eines jungen Lebens sind Verletzungen und Ertrinken die Hauptursachen für Herzstillstand. Der häufigste Rhythmus, der bei Kinder beobachtet wird, ist die asystolische oder pulslose elektrische Aktivität. Wenn von pädiatrischen Herzstillstands-Rhythmen berichtet wird, reichen die Schätzungen des Kammerflimmern von bis zu 15%. 


Die Erfahrung mit AED's bei Kindern ist sehr begrenzt. Generell sind Defibrillatoren für die Anwendung an Erwachsenen und Kindern ab 8 Jahren bzw. ab 25 kg Körpergewicht ausgelegt. Viele Modelle können jedoch durch den Einsatz spezieller Kinderelektroden auch Betroffene unter 8 Jahren bzw. unter 25 kg Körpergewicht defibrillieren.


Defibrillatoren der neusten Generation verfügen über einen Kindermodus (Schalter oder Knopf). Bei Defibrillatoren mit Kindermodus (z.B. PAD Vollautomat) gibt der Defibrillator die passende Strommenge selbständig ab. Bei diesen Geräten muss der Anwender keine Extra-Kinderelektroden anbringen und verschwendet somit im Notfall keine Zeit.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Herzkammerflimmern zwar keine häufige Arrhythmie bei Kindern ist, aber bei bis zu 15% der pädiatrischen und jugendlichen Kreislaufstillstände beobachtet wird. In diesen Fällen ist eine frühe Defibrillation lebensentscheidend.