Verein firstresponder.be

Exklusivpartnerschaft mit resQshock!

Verein firstresponder.be schliesst Exklusivpartnerschaft mit resQshock ab. Gemeinsam gegen den plötzlichen Herztod.

Firstresponder schneller als die Sanität

Bei einem Herzversagen entscheiden Minuten, ja gar Sekunden über Leben und Tod. Oft kommt die Ambulanz zu spät. Mehrere Kantone bauen deshalb zurzeit ein Netz ehrenamtlicher Lebensretter und -retterinnen auf. Sie vertrauen dabei auf das medizinische Wissen von Bauern, Hausfrauen und Lehrern. Die Begegnung mit einem solchen «Firstresponder».

Was sind First Responder?
Der englische Begriff First Responder (Erstantwortender), hat sich im deutschsprachigen Raum als Fachbegriff für „Ersteintreffender“ durchgesetzt. Die First Responder (FR) sind außerhalb des regulären Rettungsdienstes über die kantonale App alarmierbar und bieten eine Form von koordinierter Ersthilfe an, welche das Zeit Intervall bei medizinischen Notfallpatienten bis zum Eintreffen eines Rettungsmittels, mit einfachen Erstmassnahmen überbrücken.

Das Aufgabengebiet der FR erstreckt sich auf:

- LESOMA (Lebensrettende Sofortmaßnahmen, z.B. Lagerungen, Blutstillung)
- BLS / AED anwenden
- Betreuung von Patienten und Angehörigen
- Einweisung der Rettungsmittel
- Einsatzprotokoll / Rapport an Rettungsdienst
- Mithilfe und Unterstützung des Rettungsdienstes (Medizinische Maßnahmen und Bergung)

Nebst den zahlreichen First Responder, sind im ganzen Kantonsgebiet mittlerweile rund 45 sogenannte Rapid Responder einsatzbereit. Rapid Responder sind Rettungssanitäter oder andere Fachpersonen, die in einem kantonalbernischen Rettungsdienst arbeiten und privat mit einem medizinisch voll ausgestatteten Rettungsrucksack ausgerüstet sind. Sie rücken wie die First Responder freiwillig in der Freizeit aus und können am Einsatzort die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken und allenfalls bereits medizinische Massnahmen (verabreichen von Infusionen und Medikamenten, Sauerstoffgabe, etc) durchführen.

Warum First Responder?

In der Schweiz erleiden jedes Jahr bis zu 8'000 Personen einen Herz-Kreislaufstillstand. Bei über 80% dieser Patienten befindet sich das Herz in den ersten Minuten nach dem Ereignis im sogenannten Kammerflimmern (unnatürliche, ungenügende Herz-aktivität), welches durch frühe Defibrillation mit oftmals gutem Resultat behandelt werden kann.

Gute Resultate können nur mit einer suffizienten Überlebenskette erzielt werden. Diese setzt sich aus einem raschen Ablauf von frühem Patientenkontakt, frühem Beginn der kardiopulmonalen Reanimation (Basic Life Support BLS / CPR), rechtzeitiger Defibrillation und früher professioneller Reanimation (Advanced Cardiac Life Support ACLS) zusammen (Bernhard, C.; 2006).

Tatsächlich aber überlebten im Durchschnitt in den letzten Jahren gesamtschweizerisch lediglich 5% der Patienten einen Herz-Kreislaufstillstand.

Nebst Thorax-Kompressionen (Herzmassage) und Beatmung ist die frühe Defibrillation mit einem sogenannten AED-Gerät einer der wichtigsten Eckpfeiler einer erfolgreichen Reanimation. AED-Geräte sind Laiendefibrillatoren und können somit von allen Personen bedient werden.

Die geographische Verteilung der Bevölkerung, die Standorte der Rettungsdienst-Stützpunkte sowie die Topographie der Region sind Faktoren für die Tatsache, dass nicht jeder Einsatzort gleich schnell erreicht werden kann. Die durchschnittliche Anfahrtszeit zu einem Einsatzort bei dringenden Einsätzen dauert über den ganzen Kanton Bern gesehen rund 13 Minuten. Dies bedeutet, dass nicht alle Patienten innerhalb der kritischen Frist von 3 – 5 Minuten nach Eintreten eines Herz-Kreislauf-Stillstandes durch den Rettungsdienst erreicht werden können. Dies ist jedoch anzustreben, da mit jeder verlorenen Minute die Überlebenschance um bis zu 10% sinkt.

Entscheidend für das Überleben sind die rasche Alarmierung der professionellen Rettungsdienste (Notrufnummer 144) sowie unverzüglich begonnene und ohne Unterbruch fortgeführte Wiederbelebungsmassnahmen (Rettungskette).


In den letzten 10 Jahren haben sich in der Schweiz und in vielen Ländern Europas First Responder etabliert und sind vielerorts fester Bestandteil der Rettungskette. Im Kanton Bern sind bereits über 2'500 First Responder aktiv. Die beteiligten Helfer stammen aus verschiedensten Organisationen und Regionen. Die Leiter der regionalen Rettungsdienste des Kantons Bern haben mittels einer Arbeitsgruppe ein Kantonales First Responder-Konzept erarbeitet und in Kraft gesetzt. Alle First Responder im Kanton Bern werden nach diesem Konzept mittels Einführungsschulung und Weiterbildungskurse aus- und weitergebildet. Somit kann gewährt werden, dass alle First Responder den selben Anforderungen genügen und für ihren Einsatz als First Responder gut gerüstet sind.

Möchten Sie mehr erfahren? Rufen Sie uns einfach an unter 055 460 22 44