Reanimation Ablauf und Defibrillator: Wann anwenden und wie durchführen?

Reanimation Ablauf: So wenden Sie den Defibrillator richtig an

In der Schweiz erleiden jährlich rund 8'000 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Je schneller gehandelt wird, desto grösser sind die Überlebenschancen und desto geringer wird zudem das Risiko auf Spätfolgen. Die schnelle Anwendung eines Defibrillators ist hierbei entscheidend. Ein Stromstoss innerhalb von den ersten 3-5 Minuten steigert die Überlebenschancen bereits um 50-75%. Im folgenden Beitrag erfahren Sie alles Wissenswerte zum Ablauf einer Reanimation mit Defibrillator, die sogar von Laienhelfern durchgeführt werden kann.

Wann ist eine Reanimation erforderlich

Ein Kreislaufstillstand ist lebensbedrohlich und jede Minute zählt. In der Schweiz stirbt pro Stunde ein Mensch am plötzlichen Kreislaufstillstand. Die Ursachen sind unterschiedlich: eine koronare Herzerkrankung, Herzmuskelerkrankung oder Herzrhythmusstörungen sind die Hauptursachen.

Beim sogenannten «Herzkammerflimmern» bricht der Patient unvermittelt und zum Teil sogar ohne jede Vorwarnung zusammen. Die Atmung setzt umgehend aus, sodass ab diesem Moment Gehirn und Organe nicht mehr mit Blut und Sauerstoff versorgt werden.

Bis der Rettungsdienst eintrifft, vergehen im Regelfall mehrere Minuten. Dementsprechend sollten Laien unbedingt noch vor Ankunft des Rettungsdienstes lebensrettende Massnahmen ergreifen.

Erste-Hilfe-Massnahmen sind weder schwierig noch gefährlich. Viele automatisierte externe Defibrillatoren (AEDs) wurden speziell für den Einsatz von Laienhelfern entwickelt und führen die Benutzer mit akustischen und visuellen Anweisungen durch den gesamten Prozess.

Defibrillator: wann anwenden?

Herzrhythmusstörungen sind im Regelfall unvorhersehbar und können auch bei scheinbar gesunden Menschen eintreten. Wird nicht gehandelt, kann der plötzliche Herztod eintreten. Ein Defibrillator sollte daher immer dann angewendet werden, wenn eine Person plötzlich bewusstlos wird und nicht mehr normal atmet. Dies sind Anzeichen eines möglichen Herzstillstands.

Wenn jemand ohne ersichtlichen Grund zusammenbricht und keine Reaktion zeigt, könnte dies auf ein schwerwiegendes Herzproblem hinweisen. Darüber hinaus kann es vorkommen, dass die Haut der betroffenen Person blass oder bläulich wird, was auf eine mangelnde Sauerstoffversorgung hindeutet. Ein nicht vorhandener Puls oder eine abnorme Atmung sind ebenfalls Anzeichen. Ein weiteres Symptom ist ein plötzliches, unregelmässiges oder sehr schnelles Herzklopfen, gefolgt von einem Bewusstseinsverlust.

Die Überlebenschancen in solch einem Fall sinken ohne den Einsatz eines Defibrillators erheblich. Deshalb darf mit der Anwendung nicht bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes gewartet werden. Es braucht demnach engagierte Ersthelfer – wie Angehörige, Arbeitskollegen, Nachbarn und Mitmenschen im öffentlichen Raum – aber auch zugängliche Defibrillatoren, um Menschenleben zu retten.

Reanimation: Ablauf in 4 Schritten

  1. Alarmieren Sie den Notruf 144: Geben Sie dabei genaue Informationen über den Zustand der Person, einschliesslich Bewusstlosigkeit und fehlender Atmung, sowie den genauen Standort des Notfalls an. Stellen Sie sicher, dass der Notrufdisponent alle notwendigen Informationen erhält, damit Rettungskräfte so schnell wie möglich vor Ort sein können.

  2. Fordern Sie einen Defibrillator (AED) an: Bitten Sie umstehende Personen, einen Defibrillator zu holen und zum Einsatzort zu bringen. Informieren Sie sie darüber, wo sich der nächstgelegene Defibrillator befindet, falls dies bekannt ist, und bleiben Sie bei der betroffenen Person vor Ort, um die Reanimation fortzusetzen, bis der AED eintrifft.

  3. Starten Sie umgehend mit Herzdruckmassage: Platzieren Sie Ihre Handballen übereinander in der Mitte des Brustkorbs und drücken Sie kräftig und schnell, mit einer Frequenz von 100-120 Stössen pro Minute. Drücken Sie den Brustkorb dabei 5-6 cm tief ein und lassen Sie ihn nach jedem Stoss vollständig zurückfedern. Bei Kindern sollte die Drucktiefe einen Drittel des Brustkorbdurchmessers betragen.

  4. Defibrillator anwenden: Sobald der Defibrillator vorhanden ist, folgen Sie den Anweisungen des Gerätes. Ein Stromstoss innerhalb von den ersten 3-5 Minuten steigert die Überlebenschancen um 50-75%.

Wie lange dauert eine Reanimation mit Defibrillator?

Viele automatisierte externe Defibrillatoren (AEDs) wurden speziell für den Einsatz von Laienhelfern entwickelt, dementsprechend einfach ist auch die Handhabung. Schalten Sie hierzu das Gerät ein, und es führt Sie Schritt für Schritt mit visuellen und/oder Sprachanweisungen durch den gesamten Prozess.

Nachdem Sie die Elektroden angebracht haben, überprüft das Gerät automatisch den Herzrhythmus und entscheidet, ob ein Stromstoss notwendig ist. Je nach Gerät wird anschliessend automatisch oder per Knopfdruck ein Schock abgegeben.

Es lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, wie lange ein Mensch reanimiert werden muss, ehe das Herz wieder zu schlagen beginnt. Je früher die Defibrillation stattfindet, desto besser ist die Prognose.

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