17. Februar 2019

Mit Kinderaugen und Dorit & Doris

Wenn wir vom Verstand geleitet und mit einem Blick auf den Kalender klar wissen, dass noch tiefer Winter ist, Dorit und Doris verführen geradezu zu kurzen Hosen und barfuss auf kaltem Kopfpflaster. Versuchen wir es doch mal im Eigentest so, wie es derzeit grosse, fragende Kinderaugen geradezu provozieren: Unter der Skijacke T-Shirt anziehen, Fussball, Gummitwist, Strassenkreide hervorholen - ohne Socken in die Schuhe und raus in die Wärme.

Aus der Sicht von Kindern

Wagen wir es mit Erinnerung an die eigene Kindheit und etwas Ehrlichkeit zu uns selbst: Wer schwitzt derzeit auf Stadt- und Seeterrassen und freut sich über den schönen Frühlingsstreich von Dorit und Doris? Es sind frühe Vorboten. In Daunenjacken, Skisocken und Mützen eingepackt, mag' das auf der Skipiste noch gehen, aber hier südseitig? Mögt ihr euch erinnern, an die mahnende Stimme: "Du holst dir einen Schnupfen! Du wirst sehen, morgen hustest du noch mehr." Als wenn wir schon damals als Kinder nicht selber wussten, wann uns die Kälte im Sandkasten und auf dem Velo zu viel wurde. Übrigens, kam der kratzende Hals schon damals von den Haselnusssträuchern. 

Rund um uns herum wird nach offenen Schuhen, Trägershirts und Shorts gebettelt, dabei möchten wir das doch auch! Fassen wir uns also ein Herz - für unsere Kinder, uns, und machen mit: Himmel- und Hölle auf die Strasse zeichnen, ab in den Sandkasten, wobei sich hier Schuhe;-) empfehlen, zu kalt der Sand im Februar. Den Federball, das Yoyo und Pétanque raus, Schneeschaufel rein, Cervelats auf den Grill und Sonnencreme auf die Haut. Deren Ablaufdatum vom Sommer 2018 ist übrigens noch aktuell. Und wisst ihr was, der Winter, der kommt bestimmt zurück. Aber die lieben Kinder, die wissen von ihrem Herzen geleitet, selber, wann ihnen zu kalt ist. Sie müssen es nur zugeben wollen, weil wir sie vorher im Frühlingsspiel gelassen haben. Dorit und Doris legen da nur ein bisschen Vorgeschmack auf, mit leichter Dudune drüber.