18. Dezember 2019

Defibrillator Bedeutung

De·fi·b·ril·la·tor /Defibrillátor/


Substantiv, maskulin [der]MEDIZIN


Gerät, das [lebensbedrohliche] Herzrhythmusstörungen durch Anwendung elektrischer Impulse beseitigen kann.

Automatisierter externer Defibrillator

Ein Defibrillator, auch Schockgeber, oder im Fachjargon Defi, ist ein medizinisches Gerät zur Defibrillation. Es kann durch gezielte Stromstösse Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern (Fibrillation) oder ventrikuläre Tachykardien beenden.


Seit den 1990er-Jahren werden Defibrillatoren in Form automatisierter externer Defibrillatoren (AED) zunehmend in öffentlich zugänglichen Gebäuden wie Bahnhöfen, Flughäfen, Firmen, Schulen und anderen Orten für eine Anwendung durch medizinische Laien bereitgestellt.


Bei 85 Prozent aller plötzliche Kreislaufstillstände liegt anfangs ein Kammerflimmern vor. Ein Defibrillator kann diese elektrisch kreisende Erregung im Herzen durch gleichzeitige Stimulation aller Herzmuskelzellen unterbrechen. 


Entscheidend bei der Defibrillation ist der frühestmögliche Einsatz, da die durch das Kammerflimmern hervorgerufene Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff (Gehirnischämie) binnen kurzer Zeit zu massiven neurologischen Defiziten führen kann. 



Gute Gründe für einen Defibrillator (AED)

Die frühzeitige Defibrillation ist aus mehreren Gründen überlebenswichtig bei einem Kreislaufstillstand: 


1.  Herzkammerflimmern ist der häufigste Anfangsrhythmus bei einem beobachteten plötzlichen Kreislaufstillstand.


2. Die effektivste Behandlung von Herzkammerflimmern ist die elektrische Defibrillation (Stromstoss).


3. Die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Defibrillation nimmt im Laufe überlebenswichtig, verstrichener Zeit rasch ab.


4. Herzkammerflimmern tendiert dazu, sich innerhalb weniger Minuten in eine Asystolie, also in einen kompletten Stillstand des Herzens, zu verwandeln.


5. Je früher die Defibrillation stattfindet, desto besser ist die Prognose.